Korsartrimm


Zum Trimm siehe auch Das Korsar FRITZ Trimmbuch als PDF-Datei auf www.fritz-segel.de (Erfahrungen u.a. von Peter Sippel und Peter Wiesner) Racing Basics Manual, Info von Jürgen Päsler-Sauer (GER 3663) Bezüglich Regattatheorie für Anfänger/ Einsteiger möchte ich auf einen, sehr brauchbaren Link hinweisen. Er befindet sich ganz weit weg - beim Iowa Sailing Club. Ich habe dort ein Regatta Manual gefunden, aus dem man einiges lernen kann: Racing Basics von Mark Johnson. Amerikanische, englische und neuseeländische Vereine verweisen auf dieses Manual. Ich habe es schliesslich ganz in Deutsch übersetzt und dem Iowa Sailing Club wieder als Word-Datei geschickt. Wo? www.uiowa.edu/~sail/skills/racing_basics/index.shtml Anmerkung der Redaktion: Umfang 54 Seiten mit Abbildungen (642 KB), sehr ausführlich. Trimmtipps von Wolfgang Angermann Grundlagen ¦ Trimmeinrichtungen ¦ Windstärken Wer erfolgreich an Regatten teilnehmen will, sollte sich zu allererst um ein optimal eingestelltes Boot bei allen Windbedingungen kümmern. Segel- und Riggtrimm ist keine Kunst, die nur wenige gute Segler kennen. Jeder kann das lernen, sofern er genug Interesse und Zeit aufwenden will. Diese kleine Broschüre soll auf dem langen Weg helfen, die richtige Einstellung für einen optimalen Bootstrimm zu finden. Zuerst werden kurz Grundsätzlichkeiten des Segelsprofils, dann die verschiedenen Trimmeinrichtungen und schließlich der Trimm bei unterschiedlichen Windbedingungen für einen Korsar beschrieben. 1. Grundlagen: Strömung auf der Kreuz Segelstroemung Auf der Kreuz wird das Segel auf beiden Seiten laminar umströmt, es kommt zu turbulenten (verwirbelten) Luftströmungen am Segelprofil. Der Vortrieb wird hier durch Umlenkung (Auftrieb) erzeugt. Da die Luft am Segel ohne Verwirbelungen vorbeifließen soll, muß das Segelprofil gewölbt sein. Der scheinbare Wind wird an jedem Punkt der Wölbung abgelenkt und ändert dabei seine Richtung und Geschwindigkeit. Die Kräfte, die dabei entstehen, bewirken auf der Luvseite eine Schubkraft, auf der Leeseite eine Zugkraft. Die Luft wird dementsprechend auf der Luvseite bei der Umlenkung abgebremst, somit auf der Leeseite beschleunigt. Die Stärke des Vortriebs ist abhängig von der Tiefe des Profils (Wölbung). Im tiefen Profil wird der Wind stärker abgelenkt. Durch die Geschwindigkeitsunterschiede der Luftpakete zwischen Lee und Luv (Unterdruck in Lee, Überdruck in Luv) wird die Kraft im Segel und damit auch der Vortrieb erhöht. Strömung vor dem Wind Spistroemung Vor dem Wind wird der Vortrieb durch Widerstand erzeugt. Von hinten trift der Wind auf die stark profilierten Segel und schiebt das Boot vor sich her. Das Segelprofil wird hier nicht umströmt. Auf der Luvseite entsteht ein Überdruck, auf der Leeseite herrscht Unterdruck. Es kommt noch zu Verwirbelungen, da am quer zur Windrichtung stehendem Segel nur eine Stauströmung entsteht, aber keine glatte Strömung anliegen kann. Der Segelmacher gibt dem Segel seine "Form" mit. Mit Hilfe der unterschiedlichen Trimmeinrichtungen wird nun dieses Profil den verschiedenen Windbedingungen angepaßt.

 

2. Trimmeinrichtungen und deren Wirkungen:


3. Trimm bei verschiedenen Windstärken:

Mastposition An Land sollte zuerst der Grundtrimm (Mastposition, Salingwinkel) für das Boot eingestellt werden. Der Mast steht ca. 140-145cm ab Mitte Fockwickler bis Vorderkante Mast in der Mastschiene. Das Maß ist abhängig wieweit das Schwert im Schwertkasten vor bzw. zurück gefahren wird. Der Salingwinkel beeinflußt die Mastbiegung. Er wird so eingestellt, daß der Durchhang des Großfalls auf Salinghöhe bei Einstellung der Wanten (Mastfall) ``mittlerer Wind´´ ca. 2-4cm je nach Vorlieksrundung des Großsegels beträgt.






SalingwinkelDie Länge der Salinge soll je nach Gewicht der Mannschaft 40-45cm betragen. Auf die Mastnut wird ein rechter Winkel gelegt. Der Winkel muß bei richtig eingestelltem Salingswinkel den Abstand der Enden halbieren.










Mastfall Das Ende Großfalls wird auf Höhe des Lümmelbeschlags arritiert. Es wird der Abstand vom Heck zu Großfall gemessen.
















Der Schotwinkel soll im ca. 45° Winkel zum Deck geschotet werden. Je nach Winkel kann so mit den Holepunkten die Spannung vom Achterliek eingestellt werden.

Spinnaker:
Es gilt, daß der Spi-Baum Raumschots und Vorwind so weit wie möglich nach Luv gefahren wird, um ihn von den Abwinden des Großsegels frei zubekommen. Das Luvliek wird so geschotet, daß es immer leicht am Einfallen (zappeln) ist. Für die Höhe des Spi-Baumes gilt als Faustregel, daß beide Schothörner in etwa gleich sind. Wird der Baum Raumschots bei mehr Wind niedriger gefahren, öffnet sich das Achterliek des Segels, das Boot wird leichter zu halten sein.
Vor dem Wind, sobald mit mehr Mastfall gesegelt wird, die Wanten öffnen. Damit wird erreicht, daß das Großsegel wieder mehr profiliert wird, und somit mehr Vortrieb erzeugt wird.


Weitere Hinweis zu Bootstrimm und Handling findet Ihr auf den Seiten
von Dr. Harald Wozniewski:

Motortuning ja! Aber wie? (Grundlagen)
Motortuning ja! Aber wie? (Die Fock/Genua)
Motortuning ja! Aber wie? (Das Groß)
Hahnepot, Bügel oder Traveller?
Das Cunningham? - Auch so ein Irrtum!
Eine Düse zwischen Fock und Groß? Unsinn!
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